Glücksspiele – Ein Blick in die Geschichte des Glücksspiels

Die Geschichte des Glücksspiels reicht bis zu den Anfängen der Menschheit zurück. Bereits damals faszinierte das Spiel mit dem Zufall die Menschen und gehörte zu den beliebtesten Zeitvertreiben. Auch wenn das Glücksspiel oft als moralisch bedenklich eingestuft wird, verführt es die Menschheit bereits seit 5000 Jahren. Werfen wir also mal einen Blick in die Geschichte des Glücksspiels.

Die Geschichte des Glücksspiels

Glücksspiel GeschichteWann genau der Mensch angefangen hat zu spielen, kann nicht genau gesagt werden. Die ersten Würfel fanden sich bereits 3000 v. Chr. in China. Würfel die unserer heutigen Vorstellung entsprechen, wurden jedoch auch in Ägypten entdeckt. Neben den bekannten sechsseitigen Würfeln fanden sich in Ägypten aber auch pyramidenförmige Würfel.

Verbote und Restriktionen scheinen ebenfalls so alt wie das Glücksspiel selbst zu sein. Bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. wurden Empfehlungen zur Einschränkung und Besteuerung des Glücksspiels abgegeben. Konkrete Verbote gibt es zum Beispiel in China, wobei die Chinesen bis heute als wahre Glücksspieljäger gelten. Nicht umsonst gilt Mah-Jongg als eines der ältesten inoffiziellen Glücksspiele der Welt.

Das Glücksspiel in der Antike

Die Geschichte zeigt, auch in der Antike standen neben den Spielen in der Arena, Glücksspiele hoch im Kurs. Obwohl das Glücksspiel im Alten Rom verboten war, gehörte es für viele römische Soldaten zum Alltag. Ort des Geschehens waren hier vor allem die Tavernen. Die Verbote galten jedoch nicht für die frühen Sportwetten bei Gladiatorenkämpfen.

Im Alten Griechenland wurden auch die ersten Pferdewetten eingeführt. 676 v. Chr. gab es zur 23. Olympiade die ersten Galopprennen, auf welche die Veranstalter und Beteiligten Wetten abschlossen.

Glücksspiel im Mittelalter

Das Mittelalter gilt als goldenes Zeitalter des Glücksspiels. Hier entstanden die ersten festen Spielstätten. Diese „Spielhäuser“ durften zunächst jedoch nur von der herrschenden Oberschicht besucht werden, während das gemeine Volk in den Wirtshäusern spielte. Am beliebtesten galt das Würfelspiel, wobei im 14. Jahrhundert auch die ersten Kartenspiele entstanden. Adlige richteten sogar private Spielabende ab, wobei sich eine lebendige Spielkultur entwickelte.

Lotterie und Casinos

Lotto als Form des GlücksspielsSpäter begann in Europa der Siegeszug der Lotteriespiele. Zu Beginn konnten bei den Ziehungen (Glückstöpfe) Sachpreise gewonnen werden, später auch Geldbeträge. Die Erträge dienten wohltätigen Zwecken, so zum Beispiel den Aufbau von Armenhäusern oder Kirchen. Das heutige Zahlenlotto fand seinen Ursprung in Italien.

Um das Glücksspiel endgültig aus den Hinterzimmern zu vertreiben, öffnete im Jahre 1638 das „Ridotto“ in Venedig seine Pforten. Hier durfte jeder spielen, der sich die hohen Einsätze leisten und den strengen Dresscode einhalten konnte. Gespielt wurden hauptsächlich die Wettspiele Biribi und Basette. Letzteres stellt eine Mischung aus Poker und Blackjack dar. Nach und nach wurden in ganz Europa Casinos eröffnet und Klassiker wie Roulette gingen ebenfalls auf Siegeskurs.

Glücksspiel der Neuzeit

Die ersten Spieleautomaten fanden Ende des 19. Jahrhunderts ihren Einzug in den Alltag der Glücksspieler. So entstand 1896 der erste Würfelautomat und 1899 der erste Walzenautomat („Einarmiger Bandit“). Hier waren auch schon die klassischen Symbole vertreten:

  • Glocke
  • Hufeisen
  • Kartensymbole

Eine große Rolle spielen mittlerweile auch die Online-Casinos. Entwickelt wurde die erste Glücksspiel-Software im Jahre 1994. Bisher sind jedoch nur wenige Länder für das virtuelle spielen legitimiert. Doch eins hat uns die Geschichte gezeigt: Spielverbote gibt es immer wieder, dass Glücksspiel bleibt jedoch erhalten.