Glücksspielsucht – Wann wird das Glücksspiel zur Sucht?

Glücksspiel – ein Spiel, dessen Sieg oder Niederlage vom Zufall bestimmt wird. Dabei gibt es unterschiedliche Arten von Glücksspielen und es wird zwischen Spielen mit und ohne Gewinnchance unterschieden. Der Reiz der Spiele wird meist an Unterhaltung, Spaß und einem Streben nach Sieg gemessen. Aber genau das kann zu einem oft unbewussten Suchtverhalten übergehen. Doch wann wird der Freizeitspaß zur Glücksspielsucht?

Dadurch, dass das Glücksspiel bei Betroffenen häufig schwer zu erkennen ist, ist es ebenso schwierig eine Sucht in diesem Bereich festzustellen. Immerhin trägt der Betroffene keine äußerlich erkennbaren Merkmale mit sich.

Auffällige Charaktereigenschaften sind jedoch:

  • leichte Reizbarkeit
  • finanzielle Schwierigkeiten, die oft damit verbunden sind das man bei Freunden oder Familie Geld leiht
  • Vernachlässigung des Umfelds
  • Stimmungsschwankungen
  • Verleugnung des häufigen Spielens
  • Unzuverlässigkeit

Verlauf der Glücksspielsucht

Glücksspielsucht - Wann wird das Glücksspiel zur Sucht?Der Süchtige verliert durch das Verlangen immer wieder spielen zu müssen, die Kontrolle über sein Spielverhalten. Höhere Einsätze erhalten dabei eine steigernde Attraktivität. Man spricht von einem 3-Phasen-Modell, welches in der ersten Phase damit beginnt, das der Süchtige ausschließlich positives mit dem Spielen verbindet. Doch das wendet sich schnell in Phase 2. Sie beginnt damit, dass der Spieler in Casinos oder Spielbanken Kontakte knüpft, das Spielen immer zeit-intensiver wird und auch mehr Geld fließt. Der Drang entsteht, verlorene Spiele wieder „gut zu machen“ in dem man mit neuen Spielen und höheren Einsätzen anknüpft.

Erneute Niederlagen tragen zu einem zunehmenden Verlust bei, der meist durch geliehenes Geld von Familie oder Freunden, wieder in schwarze Zahlen gebracht werden möchte. Es folgen neue Spieleinsätze in die der Spieler investiert. Wiederkehrendes Scheitern wirkt sich auf die Stimmungs- und Gefühlslage des Betroffenen aus. Negative Gefühle und der Kampf mit den finanziellen Schwierigkeiten quälen den Spieler ungemein.

Der Beginn der Phase 3. Man spielt weiter und weiter, um negative Gefühle zu verdrängen. Das Regiment über das eigene Spielverhalten schwindet. Fragen von Dritten, über das verspielte Geld, zeigen sich in Scham und der wahre Grund wird durch Lügen verheimlicht. Auch Entzugserscheinungen wie Schlaflosigkeit, Nervosität oder Unaufmerksamkeit sind Teil der Glücksspielsucht.

Die Auswirkungen sind groß. Oft leiden Beziehung, Beruf oder Familie unter dem Verhalten, was dazu führt, dass dem Betroffenen die Situation, glücklich und finanziell wieder Stabil zu sein, zunehmend aussichtslos erscheint.

Fazit – Glücksspielsucht

Daraus kann man schließen, dass mit dem Verlust des persönlichen Wohlbefindens durch das Glücksspiel, eine Sucht vorliegt (Phase 3). Es zeichnet sich darin, dass trotz des negativen Empfindens der Süchtige nicht davon ablassen kann und sich damit in ein immer größer werdendes „Schuldenloch“ stürzt.

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