Poker – Informationen zu Geschichte, Regeln und Strategien

Die Wurzel des Pokers liegen nicht, wie viele glauben, in Amerika. Die Heimat des Poker ist Deutschland, dort tauchte das Spiel unter dem Namen „Pochen“ zum ersten Mal im 19. Jahrhundert auf. Von dem Namen leitet sich auch der heute geläufige Name Poker ab. Das Spiel wurde schnell beliebt und fand so seinen Weg als “Poque“ nach Frankreich. Nur kurze Zeit später, brachte man das Spiel mit kleineren Veränderungen von Frankreich in das noch junge Amerika, wo es schnell zum beliebtesten Kartenspiel aufsteigen sollte.

Erst 1840 in New Orleans wurde aus „Poque“ das „Poker“-Spiel wie wir es heute kennen. Das Spiel wurde immer mehr erweitert. Die neuen Möglichkeiten, wie Kombinationen „Straight“ und „Flush“, sorgten für mehr Nervenkitzel und größere Geldeinsätze. In Amerika spielte man Poker zum ersten mal mit einem 52 Kartendeck. Über die Jahre entwickelten sich dann immer mehr Spielvarianten wie Omaha, Five Card Stud, Chinese Poker oder H.O.R.S.E. Bis heute ist Texas Hold’em die meist gespielte Pokervariante um die es hier gehen soll.

Die wichtigsten Texas Hold’em Regeln im Überblick

Poker Regeln und Strategie

Die Regeln für dieses Glücksspiel sind im Grunde sehr einfach. Ein wenig Zeit um in das Spiel zu finden, braucht es trotzdem. In jeder der fünf Spielrunden hat der Spieler die Möglichkeit aus fünf Entscheidungen zu wählen.

  • Check bedeutet ohne Einsatz an den nächsten Spieler weiterzugeben. Checken kann nur wer den gleichen Einsatz wie die übrigen Spieler gemacht hat.
  • Fold bedeutet die Spielrunde zu verlassen. Jede zuvor getätigte Wette geht dabei verloren.
  • Bet/Raise/All-In beschreiben immer eine Erhöhung des Einsatzes. Die “Bet“ ist der erste Einsatz einer Runde. “Raise“ eine weitere Erhöhung und “All-In“ das Setzen des gesamten Guthabens.

Die vier Runden eines Pokerspiels

  • Pre-Flop: In dieser Runde werden die Karten ausgeteilt und aufgenommen. Jeder Spieler erhält zwei Karten. Zwei Spieler müssen den Grundeinsatz „Small-Blind“ und „Big-Blind“ setzen. Danach können die ersten Einsätze platziert werden. Erhöhungen können in jeder der folgenden Runden stattfinden.
  • Flop: In dieser Runde werden die ersten drei “Community-Cards“ aufgedeckt. Aus den „Community-Cards“ und den beiden Handkarten können die Gewinnkombinationen aus fünf Karten gebildet werden.
  • Turn: Eine weitere Community-Card wird aufgedeckt.
  • River: Die letzte, fünfte Community-Card wird aufgedeckt. Die Spieler treffen ihre letzten Entscheidungen, danach decken die Spieler, die noch im Spiel sind, ihre Handkarten auf. Die beste Kartenkombination gewinnt.

Royal Flush beim Poker

Alle Gewinnkombinationen in absteigender Reihenfolge

  1. Royal Flush: 10-A von einer Farbe
  2. Straight Flush: Fünf zusammenhängende Karten einer Farbe
  3. Four of a Kind: Vier mal die selbe Karte
  4. Full House: Ein Drilling und ein Paar, z.B: KKK-AA
  5. Flush: Fünf Karten von einer Farbe
  6. Straight: Fünf zusammenhängende Karten, z.B. 4-5-6-7-8
  7. Three of a Kind: Drei mal die selbe Karte
  8. Two Pair: Zwei Paare
  9. Pair: Ein Paar
  10. High Card: Die höchste Karte

Pot Varianten im Poker Spiel

Pot Varianten gibt es nicht nur beim Texas Hold’em, sondern bei den meisten Poker Varianten.

  • No-Limit: Wird am meisten gespielt, es gibt keine Grenze nach oben und die Spieler können soviel einsetzen wie sie möchten.
  • Limit: Einsätze können nur in Stufen gemacht werden. Das sind Vielfache des Mindesteinsatzes. Es ist nicht offensichtlich, aber Limit Spiele sind oft rentabler als No-Limit Spiele, da die Spieler oft ein höheres Risiko eingehen.
  • Pot-Limit: Kann als Limit oder No-Limit gespielt werden. In einem Pot-Limit Spiel ist der maximale Gewinn auf einen festen Betrag begrenzt. Ist dieser erreicht, kann nicht weiter geboten werden.

Es gibt keine universelle Pokerstrategie

Man unterscheidet Taktiken nach “tight“ und „loose“. Spielt man “tight“ konzentriert man sich darauf ein geringes Risiko einzugehen und nur die besten Karten zu spielen. Spielt man “loose“, baut man darauf durch einen aggressiven Spielstil die anderen Spieler aus der Runde zu drängen. Beide Taktiken können gleich erfolgreich sein und man kann jede Runde eine andere Taktik anwenden. Profis werden so unberechenbarer. Anfänger sollten immer so tight wie nur möglich spielen. Dabei gibt es zwei Wichtige Dinge zu beachten.

Die richtige Range wählen: die “Range“ beschreibt alle Starthände die ein Spieler bereit ist überhaupt zu spielen. Wenn die anderen Mitspieler sehr tight spielen, muss man sich selbst eine enge Range setzen. Spielen die Konkurrenten sehr loose, kann man auch mit einer breiteren Range erfolgreich sein.

Nur Suited Connectors spielen: das Konzept baut auf der Range auf. “Suited Connectors“ sind aufeinander folgende Karte der selben Farbe, wie 10-J Herz. Mit Suited Connectors besteht eine höhere Chance einen Flush und einen Straight Flush zu treffen.

Eine gute Range könnte also sein alle Paare ab 88-AA und alle Suited Connectors ab 10-J bis K-A. Die Kombination aus König und Ass besitzt übrigens die höchsten Gewinnchancen im Pre-Flop.

Mit diesen Tipps ausgerüstet ist es möglich die meisten Texas-Hold’em Tische zu besiegen. Denn die absolute Mehrheit der Pokerspieler hat sich mit diesen Konzepten nie auseinandergesetzt. Viele verlassen sich blauäugig auf ihr Glück.

Das könnte Dich auch interessieren …